König Kreuz
7. Januar 2020

Richtig heizen im Winter

Umweltfreundlich und kostengünstig heizen

Winter auf Sylt ist die Zeit der Stürme: Die Wellen schlagen hoch und der eisige Wind fegt um die Häuser. Umso schöner ist es, wenn man nach einem ausgiebigen Strandspaziergang in die wohlige Wärme seiner vier Wände zurückkehrt. Beim richtigen Heizen und Lüften kann man jedoch gerade im Winter viele Fehler machen. König hat die besten Tipps zusammengefasst, wie Sie Ihre Immobilie auf Sylt optimal und kostengünstig beheizen können. Wenn man ein paar Dinge berücksichtigt, kann man es ohne unnötige Energie- und Geldverschwendung angenehm warm haben.

HEIZENERGIE IM WINTER CLEVER EINSPAREN

Als Faustregel gilt: Pro Grad Temperaturabsenkung lassen sich rund sechs Prozent Heizkosten einsparen. Räume, die nicht permanent benutzt werden, sollten weniger beheizt werden, das spart zusätzlich Energie. Im Schlafzimmer ist beispielsweise eine Temperatur von 18 Grad völlig ausreichend. Auf den Fluren genügen in der Regel bereits 15 Grad, und auch das Wohnzimmer muss nicht beheizt werden, wenn alle am Strand spazieren. Nach dem Spaziergang die Heizung nicht komplett aufdrehen, damit es schneller warm wird: Das bringt nichts, denn der Heizkörper auf Stufe zwei arbeitet genauso schnell wie auf Stufe fünf – die Einheit zeigt nur an, welche Temperatur im Raum erreicht werden soll.

NACHHALTIG HEIZEN: NACHTABSENKUNG UND FERNSTEUERUNG SCHÜTZEN DIE UMWELT

In einer vermieteten Ferienwohnung muss ein Mittelweg zwischen Energieersparnis und Komfort gefunden werden, weiß auch Profi Jan Schwarze, Inhaber der Firma Heinz Tesch: „Moderne Systeme mit Nachtabsenkungsfunktion und konstanter Raumtemperatur werden auf die Gewohnheiten der Bewohner eingestellt, um ein optimales Heizergebnis zu leisten. Wenn alle 14 Tage ein anderer Gast mit anderen Gewohnheiten einzieht, wird nicht jedes Mal die Heizung neu eingestellt.“ Der eine Gast geht am Abend vielleicht um zehn Uhr ins Bett, der andere erst um Mitternacht – senkt die Nachtabsenkung jedoch bereits ab zehn Uhr die Temperatur, kann es vielleicht schon zu kühl sein. Denn jeder Mensch hat ein anderes Temperaturempfinden: „Der eine fühlt sich bei 19 Grad am wohlsten, der andere bei 22 Grad.“

Anders hingegen sieht dies bei Zweitwohnungen oder Erstwohnsitzen aus: „Wir installieren in Neubauten gern Heizungssysteme, die über eine App gesteuert werden können.“ So kann der Eigentümer einen oder zwei Tage vor seiner Anreise von zu Hause aus die Heizung einschalten und hat bereits bei der Anreise eine angenehm warme Wohnung. Diese Art von Heizungssystemen bieten einen doppelten Vorteil: „Für Kunden mit einem Wartungsvertrag erhält unser Computersystem umgehend eine Meldung, sollte die Heizung ausfallen, und wir können entsprechend eingreifen“, erklärt Jan Schwarze. Auch kann die Heizung perfekt an die Bedürfnisse des Bewohners angepasst werden. „Verlässt der Bewohner immer zur selben Zeit das Haus, kann auch die Heizleistung zu diesen Zeiten heruntergefahren und rechtzeitig zur Rückkehr wieder heraufgefahren werden.“

RICHTIG LÜFTEN SPART ENERGIE

Wichtig ist auch das richtige Lüften. Auf Sylt gestaltet sich gerade das Lüften der Badezimmer im Winter schwierig, denn die Luft ist in Meeresnähe außen oft genauso feucht wie im Bad nach einer heißen Dusche. Die effektivste und beste Art, im Winter zu lüften, ist und bleibt das Stoßlüften. Um schnell an frische Luft zu gelangen, die Feuchtigkeit aus dem Haus zu vertreiben und nicht die gesamte Wärme zu verlieren, daher am besten mehrfach am Tag kurz mehrere Fenster weit öffnen. Am besten, man öffnet Fenster in sich gegenüberliegenden Räumen – dann pustet der Sylter Wind die verbrauchte Luft schnell aus dem Haus. Regelmäßiges Lüften muss bei jeder Witterung sein, deshalb bitte das Lüften bei Regen nicht vergessen – damit kein Regenwasser in die Wohnung gelangt, aber dabei unbedingt die Fenster im Blick behalten.

Durch Stoßlüften sollte man drei bis vier Mal am Tag für den notwendigen Luftaustausch sorgen. Ist man den ganzen Tag unterwegs, sollte zumindest am Morgen oder Abend gelüftet werden. Dies verringert auch die Gefahr einer Schimmelbildung erheblich. Ist jedoch das Lüften zeitlich nicht möglich, sollte man über eine Lüftungsanlage nachdenken. Übrigens: Werden Fenster über einen längeren Zeitraum gekippt, bringt das nur wenig Luftaustausch, erhöht aber den Energieverbrauch und folglich auch die Heizkosten drastisch. Auch die Heizkörper sollten bei geöffnetem Fenster ausgeschaltet werden, dies reduziert den Energieverbrauch und senkt Heizkosten merklich.

BAUHERREN AUF SYLT SETZEN BESONDERS AUF HOCHWERTIGE HEIZUNGSANLAGEN

Mehr als jeder zweite Bauherr setzt bei Neubauvorhaben auf moderne Fußboden- oder Flächenheizungen, die einen hohen Wohn- und Wärmekomfort liefern und sehr energieeffizient sind. Durch die systembedingten niedrigeren Vorlauftemperaturen lassen sich bei dieser Heizungsart bis zu zwölf Prozent Energie einsparen. Besonders populär ist auf der Insel laut Jan Schwarze die Erdwärmepumpe: „Mit dem regenerativen Anteil ist die Erdwärmepumpe eine der effizientesten Heizsysteme.“ Ein Teil der Anlage wird neben dem Haus in Form von Erdsonden in den Boden eingebracht, die Kosten für eine solche Bohrung belaufen sich auf rund 10 000 Euro. 

Diese Rohre nehmen dann die Temperatur des Bodens auf und transportieren sie ins Haus, wo sie über die Fußbodenheizung an die Umgebung abgegeben wird. Doch nicht nur die moderne Erdwärmeheizung ist auf der Insel zu finden. In vielen Umbauten werden oft Gasheizungen verwendet. Eine weitere Möglichkeit, der Umgebung Wärme zu entziehen ist die Luftwärmeheizung. Diese ist auf der Insel jedoch nicht so beliebt, 

da die Anlage einen Geräuschpegel erzeugt. „Im Haus ist dieser zwar nicht zu hören, aber im Außenbereich ist er durchaus wahrnehmbar. In etwa kann man es mit einer Bierkühlung vergleichen.“ Besonders wichtig, um jede Heizung möglichst lange zu erhalten, ist eine regelmäßige Wartung. „Wir empfehlen einen Kontrolltermin und die Durchführung einer professionellen Wartung mindestens einmal im Jahr“, so Schwarze.

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